Gruppe von fünf Crewmitgliedern in Warnwesten, die lächelnd vor blauen Containern in die Kamera schauen.

Die hohe Qualität der von Deutschland aus angebotenen Seeschifffahrtsdienstleistungen bleibt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, ein Schlüssel zur Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen maritimen Wirtschaft. Unternehmen, Sozialpartner, Bildungseinrichtungen und Politik sind gemeinsam gefordert, die Wettbewerbsfähigkeit des Schifffahrtsstandortes Deutschlands auch zukünftig sicherzustellen.

Es braucht exzellent ausgebildete, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ein modernes Schiff wirtschaftlich und umweltgerecht zu betreiben. Der Job an Bord ist wesentlich komplexer geworden, die Anforderungen sind gestiegen. Wer einmal in verantwortlicher Position auf einem Handelsschiff gearbeitet hat, ist für höhere Managementaufgaben an Land ebenfalls bestens geeignet. Es hat sich gezeigt, dass die Förderung der Qualifizierung von Seepersonal langfristig auch hochwertige Landarbeitsplätze erhalten und schaffen kann. Wer Seepersonal aus- und weiterbildet, dient folglich dem gesamten maritimen Cluster. Das gilt insbesondere für die Qualifizierung der Mitarbeiter auf See und an Land für die anstehenden großen Herausforderungen der Dekarbonisierung und weiteren Digitalisierung.

Damit dies so bleiben kann, haben sich – gestützt auf eine breite politische Zustimmung auch im Deutschen Bundestag – die Partner des sogenannten „Maritimen Bündnisses“ verständigt, Ausbildung und Beschäftigung am Standort nachhaltig zu fördern. Wie ernst die Reeder dieses Bündnis nehmen, zeigt ihr substanzieller finanzieller Eigenbeitrag für die Förderung von Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung in der Seeschifffahrt: In den vergangenen Jahren belief er sich auf insgesamt jeweils ca. 20 bis 30 Millionen Euro jährlich – insbesondere an die Stiftung Schifffahrtsstandort, aber auch im Rahmen deutlich erhöhter Ausflaggungsgebühren.

Der Erfolg der verschiedenen staatlichen Maßnahmen und der Tätigkeit der Stiftung drückt sich in den trotz der langjährigen Krise stabilisierten und zum Teil sogar leicht steigenden Zahlen von Auszubildenden und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den seemännischen Berufen aus – und das, obwohl die Anzahl der Schiffe in deutschen Registern seit 2021 erheblich zurückgegangen ist. Auch der Anteil der unter heimischer Flagge betriebenen Tonnage in der deutschen Handelsflotte konnte seit Inkrafttreten der optimierten Fördermaßnahmen stabilisiert werden und hat sich zuletzt leicht positiv entwickelt. Die deutschen Reeder helfen so,  die nautische und technische Ausbildung und Qualifizierung von Besatzungsmitgliedern, die auf in deutschen Seeschiffsregistern eingetragenen Schiffen beschäftigt sind, zu sichern – unabhängig davon, ob die Schiffe die deutsche Flagge, eine andere EU-Flagge oder eine Flagge aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) führen. Das System funktioniert.

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