Am 18. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Frauen in der Schifffahrt begangen. Der von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) ins Leben gerufene Aktionstag macht seit 2022 auf die Bedeutung von Frauen im maritimen Sektor aufmerksam und soll dazu beitragen, das bestehende Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern weiter abzubauen.
Die aktuellen Zahlen für Deutschland zeigen: Der Anteil von Frauen an Bord der deutschen Handelsflotte entwickelt sich insgesamt positiv, mit weiterem Potenzial nach oben. Seit 2022 ist der Frauenanteil auf See von 5,8 Prozent (400 von 6.927 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) auf aktuell 7,2 Prozent (535 von 7.479 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das erneut einen leichten Zuwachs: 2025 lag der Anteil bei knapp 7 Prozent (478 von 6.939 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten). Damit liegt Deutschland weiterhin über dem internationalen Durchschnitt von rund zwei Prozent.
„Wir sehen, dass sich etwas bewegt, und das ist ein wichtiges Signal“, sagt Gaby Bornheim, Präsidentin des Verbands Deutscher Reeder (VDR). „Der Anteil von Frauen auf See wächst, wenn auch in kleinen Schritten. Frauen sind heute in allen Bereichen an Bord vertreten, als Kapitäninnen, Offizierinnen sowie Schiffsmechanikerinnen. Entscheidend ist jetzt, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“
Bornheim betont zudem: „Es geht nicht nur um Chancengleichheit, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit unserer Branche. Vielfalt ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Je offener und attraktiver wir als Branche sind, desto besser können wir Talente gewinnen und langfristig binden.“
Während der Frauenanteil auf See weiterhin im einstelligen Prozentbereich liegt, ist er im landbasierten Bereich mit über 30 Prozent deutlich höher. Der Internationale Tag der Frauen in der Schifffahrt macht deutlich: Die maritime Wirtschaft ist auf einem guten Weg, zugleich bleibt die Förderung von Frauen eine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre.
Über den Verband Deutscher Reeder
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Reedereien auf der Ebene des Bundes und der Länder sowie gegenüber europäischen und internationalen Instanzen. Der VDR wurde 1907 gegründet und hat sich 1994 mit dem Verband der Deutschen Küstenschiffseigner zusammengeschlossen. Mit rund 200 Mitgliedern vertritt der VDR den größten Teil der deutschen Handelsflotte. Mehr Informationen unter www.reederverband.de.





