Logo der EU-Mission EUNAVFOR ASPIDES vor unscharfem Hintergrund mit Containerschiff auf See.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrüßt die jüngst vom Rat der Europäischen Union beschlossene Verlängerung der maritimen Sicherheitsoperation ASPIDES bis zum 28. Februar 2027. Das bisherige Mandat wäre Ende Februar 2026 ausgelaufen. Die Fortführung der Mission ist aus Sicht der deutschen Reeder ein wichtiges Signal für die Wahrung freier Seewege, stabiler Lieferketten sowie den Schutz der Besatzungen und Schiffe.

„Die Verlängerung von ASPIDES ist ein wichtiges Signal sicherheitspolitischer Verlässlichkeit in einer weiterhin angespannten Region“, sagt VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger. „Unsere Seeleute und Schiffe brauchen wirksamen Schutz. Freie und sichere Seewege sind Grundlage für Weltwirtschaft und Versorgungssicherheit. Insbesondere das Rote Meer hat signifikante Bedeutung für die Versorgung Europas. Entscheidend ist deshalb nun, dass ASPIDES auch die notwendigen militärischen Assets bereitstellt, um die Handelsflotte in Bedrohungslagen planbar zu schützen.“

Die Sicherheitslage entlang der maritimen Verbindungsachsen zwischen Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Asien bleibt angespannt. Die EU-geführte Operation ASPIDES unterstützt den Schutz des zivilen Schiffsverkehrs vor Angriffen. Das Einsatzgebiet umfasst das Rote Meer, die Meerenge Bab al-Mandab, den Golf von Aden sowie angrenzende Seegebiete bis hin zum Arabischen Meer, dem Golf von Oman und dem Persischen Golf. Durch Begleitung von Handelsschiffen, Luftaufklärung und weitere Sicherungsmaßnahmen trägt die Mission zur Absicherung zentraler Handelsrouten zwischen Asien und Europa bei.

Für den Zeitraum vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2027 stellt die Europäische Union rund 15 Millionen Euro zur Finanzierung der gemeinsamen Einsatzkosten bereit. Eine weitere strategische Überprüfung der Operation ist für den Verlauf des Jahres 2026/27 vorgesehen.


Über den Verband Deutscher Reeder
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Reedereien auf der Ebene des Bundes und der Länder sowie gegenüber europäischen und internationalen Instanzen. Der VDR wurde 1907 gegründet und hat sich 1994 mit dem Verband der Deutschen Küstenschiffseigner zusammengeschlossen. Mit rund 200 Mitgliedern vertritt der VDR den größten Teil der deutschen Handelsflotte. Mehr Informationen unter www.reederverband.de.

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    Carsten Duif