Die Verhandlungshoheit des VDR bedeutet für die Mitglieder und für die Branche geregelte Arbeitsbedingungen ohne Wettbewerbsverzerrungen. Zu einer erfolgreichen, beschäftigungsorientierten Tarifpolitik gehören differenzierte und flexible Abschlüsse. Der Branchentarifvertrag hält Konflikte weitgehend aus den Betrieben heraus und sichert damit den Betriebsfrieden. Gerade in einer hoch vernetzten und arbeitsteilig organisierten Wirtschaft bietet das den Unternehmen Planungssicherheit. Aber Seefahrt macht nicht an den Grenzen halt.

Daher engagiert sich der VDR auch im internationalen Rahmen in der Tarifpolitik, wo dies möglich und angemessen ist. Dazu gehört ein intensiver Dialog mit den Seeleuteorganisationen – ITF, AMOSUP und anderen –, um in einem sozialen Dialog wettbewerbsfähige und faire Arbeitsbedingungen zu gestalten. Der VDR ist Mitglied der IMEC und nimmt an internationalen Tarifverhandlungen im Rahmen des IBF teil. Die internationale Seeschifffahrt funktioniert nur in einem fairen Rahmen, in dem die Sozialpartner gemeinsam agieren. Daher unterstützt der VDR aktiv die alle drei Jahre bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf festgelegten Mindestheuern, die die einzige Benchmark dieser Art weltweit sind.